Neues Positionspapier veröffentlicht: „Bewertung der Qualitäten transdisziplinärer Forschung – ein Beitrag für eine exzellente transdisziplinäre Forschung"

Freitag, 11.09.2026

Transdisziplinäre Forschung versteht sich als ko‑kreativer, partizipativer Prozess, der wissenschaftliche und gesellschaftliche Akteur*innen zusammenbringt, um reale Probleme zu bearbeiten. Gleichzeitig dominiert in der Bewertungspraxis noch immer ein Fokus auf Output und Impact wissenschaftlicher Publikationen. Die spezifischen Qualitäten transdisziplinärer Forschung finden in diesen etablierten Bewertungskriterien bislang nur unzureichend Berücksichtigung – ein ungelöstes Spannungsverhältnis.

Das Positionspapier zeigt auf:

  • welche Spezifika sich in der transdisziplinären Forschung ergeben,
  • weshalb etablierte Bewertungskriterien ihre Wirkung nicht angemessen erfassen,
  • welche spezifischen Qualitäten (Problem‑ und Wirkungsorientierung, Partizipation, Integration und Selbstreflexion) transdisziplinäre Forschung auszeichnen,
  • welche alternativen, kontextsensiblen Bewertungskriterien notwendig sind – unter Stärkung qualitativer Kriterien und prozessbegleitender Bewertung (vor, während, nach),
  • und welche strukturellen Rahmenbedingungen es dafür in Forschungspolitik und -förderung braucht (u. a. Anerkennung vielfältiger Forschungsoutputs, Stärkung transdisziplinärer Kompetenzen in Lehre, Weiterbildung und Personalentwicklung).

Das Papier richtet sich an Entscheidungsträger*innen in Forschungspolitik, Förderinstitutionen und Wissenschaftseinrichtungen ebenso wie an die Wissenschaftsgemeinde insgesamt. 

Das Positionspapier ist auf Zenodo zum Download verfügbar.