Berlin, 16. Juni 2026 – Die Gesellschaft für transdisziplinäre und partizipative Forschung (GTPF) begrüßt die Initiative der Bundesregierung für ein bundesweites Reallabore-Gesetz ausdrücklich. Mit ihrer Stellungnahme zum „Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Erprobung von Innovationen in Reallaboren und zur Förderung des regulatorischen Lernens (BErpG)" liefert die GTPF wissenschaftlich etablierte Leitlinien für die weitere Bearbeitung des Entwurfs.

Die GTPF unterstützt das Vorhaben im Grundsatz; ihr Augenmerk gilt dabei nicht dem Ob, sondern dem Wie der Regelung. Besonders beschäftigen die GTPF drei Aspekte, zu denen sie konkrete Vorschläge vorlegt, damit das Gesetz seine Wirkung voll entfalten kann: das Begriffsverständnis des Reallabors, die normative Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und die Verankerung wissenschaftlicher Begleitung als konstitutives Element.
Kernpunkte der Stellungnahme:
Die Stellungnahme stützt sich auf die Expertise der GTPF AG Reallabore und des Netzwerk Reallabore der Nachhaltigkeit (NRN) mit 120+ aktiven und abgeschlossenen Reallaboren sowie 75 Mitgliedsorganisationen aus Wissenschaft und Praxis. Zudem bezieht sie sich ausdrücklich auf die Stellungnahme des Sachverständigen Dr. Oliver Parodi (KIT), der Mitglied der GTPF ist und für das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) argumentiert – eines der institutionellen Gründungsmitglieder der GTPF.
Weitere Informationen zum Gesetzgebungsprozess des Deuschen Bundetags sowie Informationen zur Anhörung der Expertenkommission finden auf der Website des Deutschen Bundestages unter: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw26-de-reallabore-1184334