Arbeitsgruppen

Die Arbeitsgruppen (AGs) sind der zentrale Ort des Diskurses und der inhaltlichen Gestaltung in der GTPF. Aktuell gibt es sechs offizielle AGs:

Weitere AGs befinden sich derzeit in Gründung:

  • AG Institutionalisierung
  • AG Partizipative WissKomm
  • AG Reallabore
  • AG Zivilgesellschaft / Praxispartner:innen

Beteiligen Sie sich gerne an der Debatte und an den Vorhaben der Arbeitsgruppen! Sie sind herzlich zur Mitarbeit in den AGs eingeladen. Sie stehen allen Mitgliedern zur Mitarbeit offen. Die nächsten Termine der Arbeitsgruppen finden Sie unten und im GTPF-Kalender.

Wenn Sie Fragen oder Interesse an der Mitarbeit in einer der Arbeitsgruppen haben, wenden Sie sich gerne an Martin Burwitz in der GTPF-Geschäftsstelle (info@gtpf.science), um Sie in die Verteiler einzutragen, oder an die jeweiligen AG-Sprecher:innen.

Die Arbeitsgruppen der GTPF stellen sich vor:

AG Bewertung von Qualitäten transdisziplinärer Forschung 

Vorläufige Koordination:

Prof. Dr.-Ing. Matthias Bergmann und Dr. Thomas Jahn

Inhalte und Ziele der AG:

Offene Fragen zu Bewertungskriterien transdisziplinärer Forschung stellen sich bezüglich des Verhältnisses von qualitativen und quantitativen Bewertungsmaßstäben für Transdisziplinarität (TD). Insbesondere sind hierbei Problem-, Prozess- und Ergebnisqualitäten zu unterscheiden und inwiefern diese Qualitäten zusammenwirken, um sowohl gesellschaftliche Transformationen als auch Veränderungen im Wissenschaftssystem zu bewirken.

Die AG verfolgt das übergreifende Ziel, Bewertungskriterien und -verfahren nicht allein auf Forschungsprojekte (ex-ante/Anträge, begleitend, ex-post) zu beziehen, sondern auch auf Förderprogramme und wissenschaftliche Institutionen. Damit sollen das systemische, wissenschafts- und hochschulpolitische Wirkungspotenzial (z.B. hinsichtlich Förderpolitiken, Arbeitsformen, Statushierarchien, Machtverhältnissen), der Zusammenhang mit der laufenden Exzellenz-Debatte sowie der Debatte über Veränderungen im Wissenschaftssystem erfasst werden.

Die AG verfolgt folgende Aufgaben:

  1. die Aufbereitung und kritische Reflexion des aktuellen Debattenstandes zu Grundverständnissen und Qualitätskriterien transdisziplinärer Forschung
  2. dabei auch die Identifizierung und Konkretisierung weiterführender Vorgehensweisen und Methoden der Bewertung
  3. das Ausloten der Anforderungen und Möglichkeiten quantitativer Bewertungsverfahren und Kriterien sowie deren Beziehung zu qualitativen Verfahren und Kriterien

AG Formate, Methoden & Kontext

Vorläufige Koordination:

Dr. Bettina Brohmann, Dr. Melanie Mbah und Dr. Regina Rhodius

Inhalte und Ziele der AG:

Die Initiator:innen und weitere Interessent:innen haben sich aus verschiedenen inhaltlichen Richtungen und Disziplinen zusammengefunden und möchten sich mit der (angemessenen) Auswahl geeigneter Formate und Methoden transdisziplinärer und partizipativer Forschung beschäftigen. Wie dies einerseits wirksam und andererseits Akteurs adäquat und kontextsensibel erreicht werden kann, soll im Fokus unseres Austausches von Erfahrungen und der möglichen Weiterentwicklung unserer transdisziplinären und partizipativen Methodenpraxis stehen. 

Weitere Informationen folgen.

AG Partizipative Gesundheitsforschung

AG-Sprecher:innen:

Prof. Dr. med. Sebastian von Peter, Prof. Dr. Susanne Hartung und Dr. Theresia Krieger

Inhalte und Ziele der AG:

Partizipative Gesundheitsforschung (PGF) ist ein wissenschaftlicher Ansatz, der die Durchführung von Forschung als eine Koproduktion verschiedener AkteurInnen versteht. Gesundheit wird dabei als multidimensional betrachtet. Der Forschungsprozess wird zwischen den Beteiligten partnerschaftlich organisiert und kontinuierlich im Hinblick auf Machtverhältnisse reflektiert. Zu den Beteiligten gehören insbesondere die Menschen, deren Lebensbereiche erforscht werden, und u.a. Fachkräfte und Entscheidungsträger*innen des Gesundheits-, Sozial- oder Bildungswesens, Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und Wissenschaftler*innen. PGF möchte neues Wissen generieren sowie Veränderungen initiieren, die zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen und gesundheitlicher Chancengleichheit beitragen. Die AG möchte den organisationalen Rahmen der Fachgesellschaft nutzen, um die PGF im deutschsprachigen Raum weiter auszureifen.

Aktuelles Arbeitsprogramm:

  1. Identifizierung spezifischer Herausforderungen, die sich aus der Beteiligung von/ Zusammenarbeit mit den relevanten Menschen(-gruppen) der PGF ergeben. 
  2. Vernetzung mit anderen Wissenstraditionen/Ansätzen sowie interaktive Herausarbeitung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden. 
  3. Betrachtung der Anliegen von sogen. „doppelt qualifizierten“ Forschenden (Forschende mit sowohl wissenschaftlicher Qualifikation als auch Erfahrungswissen/-expertise).  

AG Performative Soziologie 

AG-Sprecher:innen:

Dr. phil. Robert Jende, PD Dr. Franka Schäfer 

Inhalte und Ziele der AG:

Performative Soziologie ist eine Form der öffentlichen Aktionsforschung, die Beteiligte zu Mitgestalter:innen transformativer Innovationsräume und die Öffentlichkeit zu einem erkenntnistheoretischen Objekt macht, an dessen Herstellung die Experimentiergemeinschaft aus Professionellen und Laien-Soziolog:innen, Transformateur:innen, Theatertreibenden und Menschen aller Art aktiv beteiligt ist. Als präfigurative öffentliche Soziologie widmet sie sich der Erforschung von Möglichkeitsbedingungen einer nächsten Gesellschaft und ihren Transformationsverhütungsmitteln. Mit der AG suchen wir in transdisziplinären Kontexten in und mit Gesellschaft nach Ansätzen und wirksamen Mitteln einer spielerischen Umgestaltung von Beziehungsweisen. Dabei bedienen wir uns Methoden des immersiven Theater, um in den Gegenstand ein-, und sozialwissenschaftlichen Zugängen, um reflektierend aufzutauchen.

Weitere Informationen folgen.

AG Transdisziplinäre Didaktik

AG-Sprecher:innen:

Dr. Thorsten Philipp (Kontakt), Dr. Sabine Sané (Kontakt)

Inhalte und Ziele der AG:

Die Arbeitsgruppe befasst sich mit grundlegenden Fragen der Anwendung transdisziplinärer Perspektiven auf die akademische Lehre: Wie verändern sich Lernkulturen durch transdisziplinäres Arbeiten? Welche Zugänge bieten sich an, um Transdisziplinarität in Hochschullehre zu stärken? Wie überwinden wir Hindernisse? Da der Diskurs um Transdisziplinäre Arbeit überwiegend um Forschung kreist, stellt diese Arbeitsgruppe die Reflexion über didaktische Dimensionen von Transdisziplinarität in den Mittelpunkt. Dabei geht es einerseits um die Voraussetzungen, Prämissen und Erwartungen, die sich mit der Integration transdisziplinärer Techniken in die akademische Lehre verbinden. Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie sich die Attraktivität transdisziplinärer Techniken in der Lehre sichtbar machen lässt und wie interessierte Lehrpersonen bei der Einbindung transdisziplinärer Perspektiven Hilfe und Orientierung gewinnen können.

Arbeitsprogramm für 2024

  1. Online-Treffen zur weiteren Programmentwicklung in KW 16
  2. Präsenz-Workshop (ganztägig) in Berlin zu Grundlagen, Verständnis, Erfahrungen und Perspektiven transdisziplinären Lernens; Vor-Ort-Austausch zu transdisziplinären Projekten in Berlin, vrstl. KW 24, 25, 37 oder 38  
  3. Online-Treffen zu kollegialem Austausch über Methoden, Techniken, Perspektiven transdisziplinären Lernens an Hochschulen, vrstl. KW 47, 48 oder 49

Mittel- und langfristige Ziele

  1. Kollegiale Beratung und gegenseitige Hilfe zu Methoden und Begriffen transdisziplinärer Didaktik
  2. Redaktion gemeinsamer Publikationsbeiträge zu Erfahrungen, Methoden und offenen Fragen transdisziplinärer Lehre
  3. Ggf. Mitwirkung und Weiterentwicklung einer Erklärfilmserie zu transdisziplinärem Lernen
  4. Ggf. Gemeinsame Antragstellung bzw. Antragsentwicklung bei Projektfördergelegenheiten
  5. Jährlich ein Präsenztreffen zu aktuellen Herausforderungen transdisziplinären Lernens

AG Wirkung

Vorläufige Koordination:

Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer (Kontakt), Emilia Nagy, Dr. Michael Kreß-Ludwig und Dr. Oskar Marg

Inhalte und Ziele der AG:

Die Frage, wie wirkungsvoll partizipative und transdisziplinäre Forschungsformate sind, hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen – sowohl seitens der Forschenden, die daran interessiert sind, Beiträge zur Lösung komplexer lebensweltlicher Probleme zu leisten als auch seitens der Fördermittelgeber und Politik. Dabei sind das Erfassen wie auch die Förderung von Wirkungen in Wissenschaft und Gesellschaft mit grundsätzlichen Herausforderungen der Zurechenbarkeit aufgrund komplexer Wirkungspfade, Einflüsse externer Rahmenbedingungen, zeitlicher Abstände sowie methodischen Schwierigkeiten verbunden. Die AG Wirkung dient dem Erfahrungsaustausch und gemeinsamen Lernen zwischen Forschenden aus verschiedenen Bereichen, wie der partizipativen Gesundheits-, Technik- oder Risikoforschung, Citizen Science und transdisziplinärer Nachhaltigkeitsforschung. Derzeit findet die Zusammenarbeit in drei Themengruppen statt: 

  • Wirkungen in die Gesellschaft (koordiniert von Friederike Holtmann, Martina Schäfer und Elise Werner) 
  • Wirkungen in die Wissenschaft (koordiniert von Jana Semrau und Lena Theiler) sowie
  • Wirkungsorientiertes Projektmanagement (koordiniert von Susanne Schuck-Zöller und Emilia Nagy).

Die Themengruppen behandeln beispielhaft Fragen wie: Mit welchen Kriterien und Indikatoren erfassen wir wissenschaftliche und gesellschaftliche Wirkungen partizipativer Forschungsformate? Welche (Kombination von) Methoden sind für die Erfassung geeignet? Wie kann die Effizienz partizipativer und transdisziplinärer Forschung durch ein entsprechendes Projektdesign gestärkt werden?

Termine der Arbeitsgruppen

Die Termine der nächsten Treffen finden Sie unten und im GTPF-Kalender.

AG Formate, Methoden und Kontext
Do 25.04.2024 10:00 - 12:30
  • Ort
    online
AG Performative Soziologie
Do 25.04.2024 13:00 - 18:00
  • Ort
    Adorno-Bibliothek im Institut für Sozialforschung, Frankfurt / Main
Vor-Treffen für eine AG Reallabore
Do 02.05.2024 11:00 - 13:00
  • Ort
    Online
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